Gleich beim 2. Rennen der neuen Saison der Formel BMW Deutschland konnte der
Leimener Jens Klingmann mit einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg überzeugen. Vor
63.000 Zuschauern gewann er das Rennen im Rahmen der DTM in Oschersleben.
Es war kein einfacher Saisonstart für den letztjährigen Sieger der
Rookie-Wertung. Schon beim Qualifying zeichnete sich ab, dass das diesjährige
Feld der jungen Nachwuchspiloten sehr stark ist. „Im 1. Zeittraining wurden die
Zeiten am Ende deutlich schneller, da die Bedingungen besser wurde. Zu diesem
Zeitpunkt hatte ich leider keine guten Reifen mehr.“ Enttäuscht über den 8.
Platz machte es der Pilot der Deutsche Post Speed Academy im 2. Zeittraining
viel besser. Dort erreichte er die zweitbeste Zeit. „Wir haben etwas am Setup
verändert und dadurch viel gewonnen. Dazu bin ich ziemlich spät raus und das
zahlte sich aus!“
Das 1. Rennen der diesjährigen Saison wurde am Samstagnachmittag gestartet
und schon der Start war problematisch für den 16-jährigen. Nachdem es in der
ersten Kurve, dem neuen 90° Linksbogen, zu einem Unfall vor ihm kam, musste der
Pilot von Eifelland Racing, kurz stoppen und verlor wertvollen Boden.
Danach hing er hinter dem Luxemburger Samuel Curridor auf Platz acht fest und
griff immer wieder an. "Doch ich hatte massives Untersteuern auf der Vorderachse
und kam nicht richtig voran." So musste er noch Teamkollegen Tiago Geronimi und
Adrien Tambay ziehen lassen und belegte nur Platz zehn! "Zufrieden sein kann ich
damit nicht...!", meinte er nach dem Rennen.
Mit Wut im Bauch und gehöriger Portion von Selbstbewusstsein ging er in das
2. Rennen. Schon vor der ersten Kurve überholte er seinen Kontrahenten Marco
Wittmann und setzte sich an die Spitze, die er nicht mehr abgab. Die Rennleitung
brach das Rennen ab, da Formel BMW-Pilot Markus Pommer einen Motorschaden
beklagte und viel Öl auf der Strecke verlor. „Da wäre ich fast abgeflogen“, so
Klingmann. „Ich konnte das Auto gerade noch abfangen. Die ganze Triple-Kurve war
voller Öl.“ Seine Konkurrenten Wittmann und Eng flogen ab, profitierten dann
aber vom Abbruch nach elf von 14 Runden, da das Reglement die Resultate nach der
zehnten Runde heranzog.
"Wichtig war, noch vor der ersten Kurve nach vorne zu kommen“, so zum Schluß
Jens Klingmann „Danach konnte ich das Rennen kontrollieren und freue mich über
den Sieg. Es ist zwar immer schön nach einem Sieg die Auslaufrunde zu
absolvieren, aber das nehme ich gerne so hin!“
In der Meisterschaftswertung liegt Jens Klingmann auf dem vierten Platz und
natürlich ist nach zwei von 18 Läufen überhaupt noch keine Bewertung möglich.
Der nächste Lauf findet bereits in 14 Tagen, vom 18. bis 20. Mai 2007, auf dem
EuroSpeedway in der Nähe von Dresden statt.
Text: Ralph Monschauer - Motorsport XL
Datum: 06/05/2007
Autor:
David Karich
David Karich
Redaktion RIMO Verlags GmbH
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