Nach einem hervorragenden Beginn des Rennwochenendes vor knapp 75.000
Race-Fans endete das zweite Rennen in Zandvoort für Jens Klingmann leider sehr
unerfreulich. Der Leimener gewann zunächst das Samstagrennen, um dann am Sonntag
auszufallen.
Dabei ging es sehr erfolgreich los. Direkt beim freien Training am
Freitagmorgen setzte er ein Highlight und fuhr die schnellsten Rundenzeiten.
“Ich bin ganz ohne Druck in das Wochenende gegangen und direkt als erster auf
die Strecke“, so der Leimener. „Es gab wenig Grip und viel Sand aber ich kam gut
mit den Bedingungen zurecht.“
Aber auch da war schon abzusehen, dass Teamkollege Daniel Campos-Hull wieder
härtester Kontrahent werden würde. „Er hatte den gleichen Speed und kam auf
Position zwei.“
Beim Qualifying war es dann umgekehrt. Der Spanier holte sich die Pole
Position und jeweils Zweiter wurde Jens Klingmann. „Im ersten Quali haben
Campos-Hull und ich uns gegenseitig etwas behindert. Sonst wäre die Pole für
mich möglich gewesen. Beim zweiten Quali hatte ich bei meiner schnellsten Runde
einen kleinen Fehler.“
Bei sonnigem Wetter wurde auf dem 4,307 km langen Kurs direkt an der
Nordseeküste der neunte von 18 Saisonläufen ausgetragen. Der 17-jährige Pilot
von Eifelland Racing hatte einen hervorragenden Start. “Ich hätte nicht gedacht,
dass soviel Gummi auf der Strecke liegt und kam gut weg.“ Er überholte sofort
Campos-Hull und gab die Führung über die komplett Renndistanz nicht mehr ab.
„Der siebte Doppelsieg zeigt auf welch hohem Niveau Eifelland Racing fährt“,
fasste Klingmann nach dem Rennen zusammen.
Nicht so erfolgreich verlief am Sonntagmorgen das zweite Rennen. Bei widrigen
Bedingungen und schwierigen Streckenverhältnissen gingen 23 Piloten auf den
nassen Kurs. Anders als am Vortag hatte Klingmann keinen optimalen Start ins
Rennen, da er auf der dreckigen Seite stand. “Es war shr schmierig und die Sicht
war gleich Null.“ Trotzdem entwickelte sich ein Zweikampf mit Campos-Hull.
Allerdings nur für drei Runden. „Ich bereitete gerade einen Angriff vor und sah
die Chance vorbei zu gehen. Daniel und ich bremsten im selben Augenblick. Doch
anstatt in die Kurve zu fahren rutschte ich geradeaus ins Kiesbett.“
Durch diesen ersten Ausfall verlor der Leimener wertvolle Punkte in der
Meisterschaft. “Es ist natürlich mehr als ärgerlich nach sechs Siegen und zwei
zweiten Plätzen in 10 Läufen nicht mehr die Tabellenführung zu haben“, war
Klingmann etwas geknickt. „Das Punktesystem ist vielleicht nicht gerade
glücklich für die Top-Piloten. Wenn man das System ändert, dann hätte ich hätte
mir vielleicht ein Streichresultat gewünscht!“ Nun will der Leimener beim
nächsten Lauf wieder zeigen, dass er stark genug für den Titel ist.
Im Rahmen der Tourenwagenweltmeisterschaft(FiA WTCC) geht es erneut in die
Magdeburger Börde, wo man schon zu Saisonbeginn gastierte. In Oschersleben
werden vom 24 bis 26 August 2007 die Läufe 11 und 12 ausgetragen.
Text: Ralph
Monschauer - motorsport-xl.de
Datum: 30/07/2007
Autor:
David Karich
David Karich
Redaktion RIMO Verlags GmbH
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