Es war ein fast perfektes Rennwochenende für den Leimener Jens Klingmann beim
11. und 12. Lauf der Formel BMW Deutschland vor knapp 40.000 Fans im Motopark
Oschersleben.
“Fast perfekt, da ich natürlich auch gerne das zweite Rennen gewonnen hätte“,
so der 17-Jährige. „Aber auch so kann ich zufrieden sein, da ich die
Tabellenführung zurück erobert habe und bis nach dem Finale in Hockenheim nicht
mehr abgeben möchte.“
Dabei war Jens Klingmann wieder das Maß der Dinge an diesem Rennwochenende.
Nach dem Sieg bei der zweiten Runde der Deutsche Post Speed Academy in dieser
Woche dominierte er die Trainingssitzungen und holte sich mit Sieg und Platz
zwei die Meisterschaftsführung zurück von seinem Teamkollegen Daniel
Campos-Hull, die er nach seinem Ausfall beim letzten Rennwochenende in Zandvoort
verloren hatte.
“Klar hat mich das geärgert. Ich hatte sechs Siege in zehn Rennen und war nur
noch Zweiter. Da gefällt einem die Punktevergabe natürlich nicht so gut. Ein
Sieg sollte immer noch viel mehr wert sein.“
Und so nahm er sich vor in der Magdeburger Börde kräftig zu punkten und zu
zeigen, dass er ein absolutes Kämpferherz hat. Schon beim Freien Training hätte
er die Bestzeit erobert, wenn nicht im letzten Sektor Gelb geschwenkt worden
wäre. „In allen Sektoren war ich Schnellster und jeder hat gesehen, dass ich
auch im Freien Training Bestzeit gefahren wäre!“
So aber sparte er sich dies für das 1. Qualifying auf und holte sich in der
allerletzten Runde die Pole Position für den 11. Lauf, den er dann nach
hervorragendem Start auch mit Vorsprung vor dem Österreicher Philip Eng gewann.
„Ich konnte mich beim Start sofort absetzen und so den Grundstein für den Sieg
legen!“ Kurios, dass die Rennleitung das Rennen statt nach 14 Runden erst nach
15 Runden abwinkte, doch auch das störte den Leimener nicht sonderlich. „Ich bin
einfach noch eine Runde mehr gefahren…!“
Beim 2. Qualifying hatte er gerade in seinen schnellsten Runden viel Verkehr
und fand nicht mehr die Lücke und so konnte Marco Wittmann die Bestzeit
markieren. Im Rennen hatten beide einen sehr guten Start und lagen immer dich
beieinander. „Aber leider konnte ich mich nicht in den Windschatten ransaugen,
um dann vorbei zu gehen. Marco wusste, dass dies ein großer Vorteil gewesen wäre
und hielt mich auf Distanz. Wir waren aber gleich schnell und daher geht sein
Sieg in Ordnung.“ Klingmann riskierte dann auch nichts mehr, da ihm die Punkte
für den zweiten Platz für die Tabellenspitze ausreichten.
Nun gibt es noch sechs Rennen bis zum Ende. Gleich schon nächstes Wochenende
ist man wieder bei der DTM zu Gast. Auf dem Nürburgring werden die Saisonrennen
13 und 14 ausgetragen. Danach geht es noch nach Barcelona und dann zum Finale im
Oktober nach Hockenheim.
Text: Ralph Monschauer - Motorsport XL
Datum: 27/08/2007
Autor:
David Karich
David Karich
Redaktion RIMO Verlags GmbH
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